Lagunen und Salzseen – Tag 4

23. November 2011

Um 4:30 Uhr brachen wir auf, um den Sonnenaufgang über dem Salar de Uyuni – dem Höhepunkt unseres Ausflugs – zu sehen. Die Sonne versteckte sich leider hinter einigen Wolken, aber alleine die Salzebene war schon beeindruckend. Wirkliche Straßen gab es keine, sie sind aber auch unnötig, da man in jede Himmelsrichtung ohne Hindernisse fahren kann.

Das Haus der Inca oder die Fischinsel

Kurz nach Sonnenaufgang erreichten wir eine Insel inmitten des Salzmeeres. Ihr Name war Incahuasi – das Haus des Inca. Etwas weiter südlich liegt die Isla del Pescado. In vielen Reiseführern und Blogs werden die beiden Inseln bunt gemischt und verwechselt. Die meisten Touristen landen aber tatsächlich wie wir auf Incahuasi, wo es ein Verwaltungsgebäude gibt und 30 Bs abkassiert werden. Wir hatten noch Glück, dass wir hier sehr früh waren. Als wir von unserer Wanderung zurückkamen standen bereits 20-30 Jeeps am Ufer und Scharen von Touristen ergossen sich über die gerade noch so stille Insel.

Uyuni

Gegen Mittag erreichten wir diesen staubigen, trostlosen Ort inmitten der wasserlosen Hochebene. Woher die Bewohner und die wenigen Bäume ihr Wasser bekommen, war mir ein Rätsel. Zunächst hatten wir aber ein ganz anderes Problem zu lösen: Eine unserer Mitfahrerinnen hatte morgen einen Internationalen Flug von La Paz aus gebucht. Eigentlich kein Problem, wären da nicht mal wieder die für Bolivien typischen Road Blocks. Seit einiger Zeit hatte eine Bolivianische Fluglinie eine Verbindung vom lokalen Flughafen nach La Paz eingerichtet. In deren Büro erfuhren wir aber, das alles ausgebucht sei, sicherlich auch, weil es wegen der Road Blocks keine Alternative gab. Die freundlichen Damen vermittelten unserer Mitreisenden aber noch einen Jeep Richtung La Paz, für flockige 300 US$ pro Person. Da sind die Bestechungsgelder für die Verursacher der Road Blocks sicher mit drin.

Wir fuhren weiter zum Eisenbahnfriedhof von Uyuni.

Reisetipps

Das Schneeprogramm beim Fotoapparat sollte man aktivieren, sofern vorhanden. Ansonsten hält die Automatik der meisten modernen Kameras das grelle weiß für überbelichtet und regelt die Belichtung so weit herunter, dass die Bilder zu grau werden.

Während der Regenzeit von Januar bis März ist der See manchmal überschwemmt. Meistens ist er trotzdem passierbar, dann bietet sich aber ein ganz anderes Bild, nämlich eine Spiegelnde Fläche. Von manchen Autoren wird dies als ganz besonderes Erlebnis angesehen, andere sagen, dass dies nur als Abwechslung Interessant ist, wenn man den Salar bereits trocken gesehen hat.

Hostal Marith - einfaches, aber sauberes Hostal einige 100 m vom Stadtzentrum von Uyuni entfernt. Sehr freundliches Personal, gutes Frühstück, aber kein Wifi.