Pool & Nightlife

16. Mai 2009

Nach dem Frühstück wollten wir den Pool des Royal Oberoi Hotels ausprobieren, der uns gestern empfohlen worden war. Die Tricycle-Fahrer kannten dieses Hotel aber seltsamerweise nicht, aber die Dame an der Rezeption war so freundlich, uns Directions aufzuschreiben.

Wir fuhren einmal quer durch Puerto Princesa, worüber wir uns zunächst nicht wunderten. Als der Fahrer dann aber in eine ungeteerte Seitenstraße abbog, kam uns das dann doch recht seltsam vor, denn ein Hotel, das sich stolz den Beinamen Royal gibt, hätten wir eigentlich zumindest an einer befestigten Straße vermutet. Wir waren aber tatsächlich richtig. Das Hotel selber war älterer Bauart und etwas heruntergekommen, aber mit einem schönen Garten und der Pool war auch halbwegs sauber. In den Pool waren einige Barhocker eingebaut und man konnte sich Getränke bestellen, während man die Beine in den Pool baumeln ließ. Unsere Bestellung von zwei Cocktails löste aber ein mittleres Chaos unter den Angestellten aus, da niemand qualifiziert genug war, diese zu mixen. Wir verbrachten trotzdem ein paar gemütliche Stunden im Pool und dösend im Schatten.

Am frühen Nachmittag fuhren wir wieder in die Stadt, wir wollten uns den Baywalk anschauen und einkaufen. Die Preisgestaltung der Tricycle-Fahrer hier ist immer wieder interessant: Gestern noch hatten wir größte Probleme, einen Fahrer davon zu überzeugen, dass 80 PHP genug für eine ähnliche Fahrt sind, heute früh waren 60 PHP gerade gut und der Fahrer, den wir auf dem Weg stoppten nahm uns – ohne Verhandlung – für 20 PHP mit. Dafür lud er zwischendurch noch einen dritten Passagier auf, der hinter ihm Platz nahm.
Der Baywalk ist – kurz gesagt – total langweilig, zumindest Nachmittags ist nichts los und der Blick in die Bucht von Puerto Princesa alles andere als spektakulär.
Wie liefen ein wenig durch die Straßen und versuchten, in mehreren Supermärkten bzw. kleinen Läden Taschentücher aufzutreiben – erfolglos. Nichtmal Kosmetiktücher bekamen wir. Jetzt heißt es sparsam mit dem verbleibenden Vorrat umzugehen...

Gegen Abend liefen wir wieder zum Tom Tom Club. Wir waren mit Michael und seinen Leuten verabredet. Er wollte heute in die Bar des Hotels The Legend Palawan, dort spielte die Band, die er wahrscheinlich für seine Hochzeit engagieren möchte.
Geplant war, gegen 21 Uhr loszuziehen, typisch philippinisch wurde es 23 Uhr, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Das Legend hat eine wirklich tolle Bar und auch die Band war super. Sicher eine gute Wahl, Michael!
Noch etwas später zogen wir weiter in ein Etablissement namens Club Dos. Das hieß so, weil sich der Vorgänger Club Uno nannte. Sehr kreativ. Wir wurden von einer Mischung aus Elvis-Imitator und Mafia-Boss begrüßt und wären wir nicht mit Ortskundigen unterwegs hätte ich wahrscheinlich auf dem Absatz wieder kehrt gemacht. Im Inneren standen die Tische dicht an dicht, fast alle waren besetzt, obwohl ganz dezent darauf hingewiesen wurde, dass ein vergleichsweise hoher Mindestverzehr (bzw. eine Mindesttrinkmenge) Pflicht ist. Vorne spielte eine Band zu der ein Typ in Baggy-Jeans und eine leicht bekleidete Dame sangen.

Apropos leicht bekleidete Damen, wenn eine philippinische Bar einen Guest Relation Officer sucht, dann ist das die euphemistische Umschreibung für eine Dame, die nach Bezahlung einer Bar Fine (wörtlich: Barstrafe, gewissermaßen die Vermittlungsgebühr für den Barbesitzer) bereit ist, sich mit größtmöglichem körperlichen Einsatz um das Wohl des Gastes in dessen Hotelzimmer zu kümmern...

Etwas später beglückte uns auch der Elvis-Imitator mit seinen Gesangskünsten. Wir blieben nicht allzulange, denn es war schon spät und morgen hatten wir einen langen Reisetag mit Flugzeug, Schiff und Auto vor uns. Sicherlich lange bevor wir die vorgeschriebene Mindesttrinkmenge verzeht hatten verließen wir den Club und suchten ein Tricycle. Es stand eines beim Nachtwächter des Grundstücks und der verlangte Preis von 50 PHP schien mir angesichts der fortgeschrittenen Stunde auch angemessen. Totmüde fielen wir in unsere Betten...

Reisetipps

Royal Oberoi Hotel - schon etwas heruntergekommenes Hotel am Stadtrand von Puerto Princesa. Schöner Pool mit Poolbar, den man auch als Tagesgast zu vernünftigen Preisen nutzen kann (genaue Preise finde ich leider nicht mehr). Die Cocktails sind allerdings bescheiden, eventuell lag das aber bei unserem Besuch daran, dass der Barkeeper nicht auffindbar war und wir dem Kellner die Rezepte zu unseren Drinks selber erklären mussten...

The Legend Palawan - bestes Hotel in Puerto Princesa. Preise sind unbezahlbar, aber einen Drink an der Bar kann man sich schon mal gönnen.

Club Dos - Club mit dezenter Livemusik und leicht bekleideten Damen (aber immer bekleidet!). Genaue Location unbekannt, sollte aber jedem Tricycle-Fahrer bekannt sein.