Bohol

17. Mai 2009

Mein Magen war heute morgen noch nicht ganz fit, deshalb bestellte ich mir einen Fruchtsalat zum Frühstück. Wenn auf einer philippinischen Speisekarte Früchte angeboten werden, dann sind immer Bananen gemeint. Manchmal vielleicht auch Mangos. Die Auswahl an tropischen Früchten ist in jedem deutschen Supermarkt besser als auf philippinischen Märkten. Der Fruchtsalat heute morgen war quasi schon die Luxusausführung, denn unter den Bananenscheiben fanden sich tatsächlich noch ein paar Mangostückchen...

Wir hatten einen längeren Tag vor uns heute: Von Puerto Princesa auf Palawan wollten wir bis nach Anda, im äußersten süd-östlichen Zipfel von Bohol. Gegen 11 Uhr ging unser Flug. Wir hatten wieder getrennte Sitzplätze, damit jeder einen Fensterplatz hat, in der Hoffnung, Blicke und Fotos auf die tropischen Inseln zu erhaschen. Erstmal schien uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung zu machen – es regnete in Strömen. Damit die Passagiere nicht nass werden, wurden Regen­schirme am Ausgang der Abfertigungshalle ausgeteilt und an der Gangway wieder einge­sammelt. Eine sehr coole Lösung – einfach aber zweckmäßig!
Im Laufe des Fluges besserte sich das Wetter und wir konnten unsere Fensterplätze genießen, auch wenn es für gute Fotos etwas zu diesig war.

Cebu City

In Cebu angekommen hatten wir es etwas eilig, denn wir wollten noch die Fähre nach Tagbilaran auf Bohol um 14 Uhr bekommen. Natürlich war ausgerechnet jetzt in unserer Schlange ein Typ, der Kiloweise irgendwelche komischen Chips in seinem Gepäck hatte, was der Dame vom Zoll garnicht gefiehl. Es war schon 13:20 Uhr als wir die Ankunftshalle verließen und die Fahrt vom Flughafen zu den Docks dauert mindestens 30 Minuten. Wir vergaßen die Tipps wie man hier an ein günstiges Taxi kommt und gingen schnurstracks zum offiziellen Taxi-Buchungsschalter, wo wir auch sofort eine Fahrt für 295 PHP bekamen. Die Rückfahrt einige Tage später kostete zwar nur die Hälfte, aber letztendlich beträgt die Differenz nur 3 Euro. Ein paar Minuten vor 14 Uhr erreichten wir den Hafen.

Ich kaufte zwei Tickets und war noch etwas verwirrt, weil ich noch einen Schalter weiter geschickt wurde, um die Hafengebühr zu bezahlen. Die Fähre erreichten wir problemlos. Ich hatte in Internet-Foren gelesen, dass man auf sein Gepäck aufpassen sollte, weil Diebstähle häufig wären. Ich halte das (zumindest bei dieser Fähre) für deutlich übertrieben, denn das Gepäck wird auf einer Palette auf Deck gestapelt und kurz vor dem Ablegen eine Plane darüber befestigt. Es laufen ständig Passagiere um den Stapel herum, unauffällig kann so keiner etwas klauen.
Kurz nachdem wir abgelegt hatten rief ich bei unserem Hotel auf Bohol an, um unsere Abholung in Tagbilaran auszumachen. Die Überfahrt war unspektakulär, da die Sicht bescheiden war. Die meiste Zeit verbrachte ich trotzdem an Deck, weil das Schiffsinnere nicht gerade hübsch war und die Klimaanlage auf die in Asien üblichen gefühlen -20°C eingestellt war. Die Tickets für die 1. Klasse hätten wir uns sparen können...

Tagbilaran

Zwei Stunden später legten wir in Tagbilaran auf Bohol an. Auf unseren Fahrer mussten wir noch einige Minuten warten, dass war aber nicht seine Schuld, denn wir hatten ausgemacht, dass ich erst Bescheid gebe, wenn wir sicher wissen, dass wir die Fähre um 14 Uhr erwischen. Wir zogen noch Bargeld aus dem Automaten, denn da der Südosten von Bohol nur wenig touristisch erschlossen ist, gibt es hier kaum Geldautomaten. Und die, die wir in den nächsten Tagen fanden akzeptierten keine Kreditkarten – und schon gar keine EC-Karten.

Reisetipps

Taxis am Flughafen Cebu - wenn man die Ankunftshalle verlässt und direkt hier ein Taxi buchen möchte, dann wird man an einen Stand gebeten, die einem das Taxi zu einem entsprechend höheren (Pauschal-)Preis vermitteln. Taxis mit Taxameter bekommt man, wenn man das Gebäude verlässt, über die Straße und dann die Treppen hinauf geht, zum Abflug. Dort ist es leicht, ein Taxi abzufangen, das gerade Passagiere zum Flughafen gebracht hat.

Fähren von Cebu City nach Tagbilaran/Bohol - es gibt drei Anbieter: Ocean Jet, Weesam Express und Super Cat. Eine gute Übersicht zu den Abfahrzeiten gibt es bei den Sun Divers. Die Anlegestellen der drei Anbieter sind ein paar 100 m voneinander entfernt, deshalb sollte man sich vorher informieren, wo die nächste Fähre ablegt und den Taxifahrer entsprechend informieren, wo man abgesetzt werden möchte.
Das Gepäck wird an Deck auf einer Palette gestapelt und vor der Abfahrt mit einer Plane halbwegs wasserdicht verpackt. Solange die Plane noch nicht installiert wurde, sollte man ein Auge auf seinen Besitz werfen, man hört immer mal wieder von Diebstählen. Während der Überfahrt ist es relativ sicher vor dem Zugriff von Langfingern, aber Wertgegenstände gehören auf jeden Fall ins Handgepäck.