Angriff des Drückers

19. Mai 2009

Heute hatte ich meinen ersten Tauchgang auf den Philippinen!

Leider war entweder meine Unterwasserkamera unwillig oder die Sicht tatsächlich nicht besonders – obwohl ich das eigentlich nicht so empfand. Die Fotos sind leider nicht mit denen aus Thailand zu vergleichen. Trotzdem war es ein sehr schöner Tauchgang.

Mittags fuhr ich kurz zum Anda White Beach Resort zurück. Für ein leckeres Mittagessen und um die beste aller Freundinnen zu besuchen. Gegen 14 Uhr war unser zweiter Tauchgang für heute geplant.

Er begann ganz entspannt, wie auch der erste Tauchgang heute Vormittag. Mateo, unser Tauchguide, war die Ruhe in Person. Wir waren schon 20 Minuten unter Wasser, da bemerkte ich, dass jemand an meinem Jacket herumfummelte. Ich dachte es wäre Mateo. Er hatte mir kurz zuvor schon geholfen, weil ich meine Tauchflasche wohl nicht fest genug an mein Jacket gezurrt hatte und sie immer weiter nach unten rutschte. Ich drehte meinen Kopf nach hinten, um nachzusehen, was das Problem war. Statt in Mateos Augen blickte ich in die Augen eines riesigen Drückerfisches – zumindest kam er mir in dieser Situation riesig vor. Ich bin es eigentlich gewohnt, dass jegliche Form maritimen Lebens eher vor uns Tauchern reisaus nimmt oder sich zumindest nicht aggressiv verhält, wenn man sich vorsichtig nähert. Diesen Kerl hatte ich nicht gesehen, ich wollte ihm nichts böses, nichtmal hatte ich versucht, mich ihm zu nähern, was er vielleicht als Akt der Aggression fehlinterpretieren hätte können. Nach einer langen Schrecksekunde tat ich, was jeder gute Tourist in solch einer Lage tun würde: Ich griff meine Kamera mit der rechten Hand, machte ein Foto, gleichzeitig deutete mir Mateo, mit dem linken Ellenbogen zuzuschlagen. Blitz und Schlag, das war wohl zu viel für einen Drückerfisch, auch wenn es um sein Revier ging.
Ich kam ohne einen Biss in die Flosse oder – noch schlimmer – die Waden davon. Nur mit einem gehörigen Schrecken, andere Taucher hatten schon üblere Erlebnisse.

Den Abend verbrachten wir entspannt im Anda White Beach. In der Nacht stürmte es wie auch gestern schon recht heftig. Die klappernde Balkontür unseres Zimmers wurde mit einem eingeklemmten T-Shirt stillgelegt.

Reisetipps

Blue Star Resort - siehe Vortag.